Die Sache mit dem Mama Alltag und der Kreativität

Die Sache mit dem Mama Alltag und der Kreativität

KOLUMNE
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Die Sache mit dem Mama Alltag und der Kreativität...

5 Monate ist es jetzt her, dass unser Lio das Licht der Welt erblickt hat und ich kann es immer noch nicht fassen, dass diese kleine Wesen in mir entstanden und einfach als fertiges kleines Menschle (wie meine Oma gesagt hätte) aus mir herauskam. 

Es ist schön. Wunderschön. Auch wenn mein Leben nicht mehr dasselbe ist wie vorher und meine Prioritäten absolut verschoben sind. 

Wie meine Prios vorher waren? Me-Time. In jeder freien Minute einen Pinsel, Brush Pen oder eine Kalligrafie-Feder in der Hand. Einfach drauf losgelegt. Das ist meine Form von Entspannung. Ohne Skizze und immer mit der “Gefahr” dass das, was ich gleich entstehen lasse absolut nicht meinem Verständnis für Ästhetik folgt.

Und jetzt? Tja… Aktuell besteht mein Leben hauptsächlich aus Baby-Kacke, Muttermilch an sämtlichen Stellen und gaaaaanz viel Spazierengehen. Und weißt du was? Ich liebe es. Dass man sich so über jeden kleinsten Rülpser oder den perfekt gefärbten Schiss freut und beobachten darf, wie ein kleines Menschle Dinge das allererste Mal tut und kennenlernt, erdet einen unheimlich. Nicht erschien mir je sinnvoller, als mein eigenes Kind beim aufwachsen zu begleiten und ihm meine Aufmerksamkeit so gut ich kann zu schenken. Auch wenn das bedeutet, dass ich meine eigenen Bedürfnisse in manchen Situationen hinten anhänge.

Mein größtes Learning der letzten 5 Monate: Im Hier & Jetzt den Moment genießen. Ganz bewusst und bei mir bleibend. Nicht nach rechts und links schauen und seufzen, wie andere KollegInnen hustlen.

Und diesen Impuls möchte ich dir hiermit heute ins Bewusstsein rufen, wenn du dich in Bezug auf deine Kreativität momentan unzufrieden fühlst. Denn bestimmt bist du total überladen von all den Eindrücken auf Instagram und Co. und hast oftmals Gedanken, wie z.B. “oh man, wieso kann ich nicht so gut malen?” oder “wow, was XY da mal wieder auf die Beine gestellt hat – vielleicht sollte ich nachziehen”. I feel you. Auch ich kenne solche Gedanken. Und weißt du was? Das ist ganz normal. Und diese Gedanken dürfen einfach da sein, denn sie sagen nichts darüber aus, wie gut oder schlecht du bist. Denn du bist IMMER gut so wie du bist.

Behalte immer im Blick, dass es bei kreativen Hobbys niemals ein perfektes Endergebnis gibt. Du wirst dich (und deinen Stil) immer weiterentwickeln, denn du lernst dazu, sammelst Erfahrung und deine Umwelt beeinflusst dich und dein Tun. 

PROGRESS, NOT PERFECTION – seit 3 Jahren begleitet mich dieser Slogan. Er ist Teil meiner DNA und steht bei allen Workshops die ich gebe im Mittelpunkt. 

Und wenn es auch mal keinen Progress sondern Stagnation gibt, dann gehört auch das dazu. Bei dir und auch bei mir. Denn Prios haben manchmal ein ganz eigenes Timing :).

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